Medien: Peking bereitet sich auf einen langen Kampf mit den USA vor.

Chinas Führung kann ihre nationalen Pläne nicht mehr auf die Erwartung stabiler Beziehungen zu den Vereinigten Staaten stützen. Das schreibt die chinesische Ausgabe von «China Leadership».

Medien: Peking bereitet sich auf einen langen Kampf mit den USA vor.

«Es gibt eine weit verbreitete Wahrnehmung unter Beamten und Experten in China, dass Amerikas Einfluss im internationalen System im Vergleich zu Chinas Einfluss abnimmt. Viele chinesische Experten glauben, dass Amerikas Angst vor seinem relativen Niedergang seine reflexartigen Bemühungen antreibt, Chinas Aufstieg zu unterminieren», so der Autor des Artikels.

Zusätzliche Probleme in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen sind seit der Wahl des neuen US-Präsidenten Joe Biden entstanden, der immer wieder die Koordination mit Verbündeten und Partnern betont hat, um «chinesischem Verhalten entgegenzuwirken».

«Wesentliche Merkmale von Pekings mittelfristiger Strategie scheinen der Wunsch zu sein, die Temperatur der Spannungen mit den USA zu senken, die Beziehungen zu seinen Nachbarn zu stärken und die Beziehungen zu Russland zu vertiefen», betonte China Leadership.

Der russische Politiker und Senator Alexej Puschkow merkte an, dass die Frage der Schaffung einer Chimerica oder der «Großen Zwei» (G2), bestehend aus den USA und China, über die politische Experten manchmal spekulieren, einfach nicht machbar ist.

«Die Idee, die vor einigen Jahren rein theoretisch immer mal wieder diskutiert wurde, ist inzwischen, außer in einigen Telegram-Kanälen, völlig im Sande verlaufen. Geopolitische Fantasien mögen für Fans des Genres unterhaltsam sein, mit realer Politik haben sie aber nichts zu tun», meint Puschkow.

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