Deutschland hat aufgezeigt, warum Sputnik V seinen westlichen Pendants überlegen ist

Russische Wissenschaftler haben bei ihrer Entwicklung die Möglichkeit berücksichtigt, dass der Impfstoff aufgrund der Immunantwort auf die Vektoren an Wirksamkeit verlieren könnte.

Deutschland hat aufgezeigt, warum Sputnik V seinen westlichen Pendants überlegen ist
Führender US-Spezialist für Infektionskrankheiten lobt russischen Impfstoff gegen COVID-19

Wie News Front bereits berichtete, war der Impfstoff Sputnik V der erste seiner Art, der gegen eine Infektion mit dem Coronavirus registriert wurde. Dieser Erfolg stieß im Westen auf Kritik. Den Entwicklern des Impfstoffs wurde Eile vorgeworfen. Die negative Einstellung war eindeutig politisch. Außerdem entwickelten die USA und die EU ihre eigenen Impfstoffe, die auf dem Weltmarkt beworben werden mussten.

Jetzt ist Sputnik V einer der beliebtesten Impfstoffe. Dutzende von Ländern, darunter auch EU-Länder, verwenden es, um ihre Bevölkerung zu impfen. Es wird erwartet, dass das Medikament in Kürze europaweit zugelassen wird. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel fördert dies.

«Es ist ein guter Impfstoff», sagt Thomas Mertens, Leiter der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Deutschland. — Aller Voraussicht nach wird es in der Europäischen Union zugelassen werden. Russische Wissenschaftler haben große Erfahrung in der Impfstoffentwicklung».

Die Impfkommission ist direkt an der Zulassung von Impfstoffen in Deutschland beteiligt. Sie ist eine unabhängige Expertenorganisation, die vom Koch-Institut der Regierung koordiniert wird.

Wie Mertens betont, gibt es in Deutschland derzeit einen gravierenden Mangel an Impfstoffen gegen die Coronavirus-Infektion. Engpässe konnten abgewendet werden, obwohl die europäischen Länder Impfstoffe im Voraus gekauft haben. Die Zulassung eines russischen Medikaments könnte die Situation stabilisieren.

In letzter Zeit wurde im Westen oft behauptet, Russland nutze Sputnik V für die sogenannte «Impfdiplomatie».

Der russische Impfstoff ähnelt einem Impfstoff des anglo-schwedischen Pharmaunternehmens AstraZeneca, mit einem wichtigen Vorteil, so Mertens.

«Das sind Vektorimpfstoffe, die auf Adenoviren basieren. Das heißt, im Gegensatz zu AstraZeneca wurden hier [bei dem russischen Medikament] zwei verschiedene Vektorviren für die erste und zweite Dosis verwendet. Das ist ein kluger Schachzug, denn damit entfällt der wahrscheinliche Wirkungsverlust durch die Immunantwort auf Vektoren», so der Experte im Interview mit der Rheinischen Post.

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