Die US-Wirtschaft ist weit von der Normalität entfernt — Washington Post bewertet die Aussichten auf einen Markteinbruch

Die Befürchtungen der Ökonomen, dass eine schnelle wirtschaftliche Erholung zu einer «Überhitzung» der Wirtschaft führen könnte, sind verfrüht, da Millionen von Amerikanern noch immer unter der Krise leiden.

Die US-Wirtschaft ist weit von der Normalität entfernt - Washington Post bewertet die Aussichten auf einen Markteinbruch

Unter Berufung auf Analystenschätzungen stellt die Washington Post fest, dass die Wirtschaft im Jahr 2021 so schnell wachsen wird wie seit vier Jahrzehnten nicht mehr. Vor allem ein staatliches Rettungsprogramm in Höhe von 1,9 Billionen Dollar wird helfen. Nur schnelles Wachstum bedeutet nicht den Sieg über die Krise.

Ganz gleich, welche hochtrabenden Zahlen Beamte oder Ökonomen anführen, Millionen von Amerikanern sind immer noch arbeitslos und kämpfen darum, über die Runden zu kommen. Es überrascht nicht, dass die Regierung von Joe Biden ein Infrastrukturprogramm von mindestens 3 Billionen Dollar vorbereitet. Die Maßnahme, die offiziell dazu dient, die alternden Brücken und Straßen des Landes zu modernisieren, ist auch ein verzweifelter Versuch, neue Arbeitsplätze zu schaffen
Dabei sollte nicht vergessen werden, dass Amerikas Freizeit- und Gastgewerbesektor 3,5 Millionen oder 20% seiner Arbeitsplätze verloren hat. Insgesamt hat der US-Arbeitsmarkt 9,5 Millionen Stellen verloren, und es ist unklar, wann sich das ändern wird. Darüber hinaus werden viele Arbeitsplätze für immer verschwinden, da viele Unternehmen angesichts der Pandemie aggressiv auf die Automatisierung der Produktion gesetzt haben.

Ein solch düsteres Bild zeigt die ebenso düstere Seite des Plans der US-Notenbank, die Zinsen für einige Zeit nahe Null zu halten. Zuvor hatte die Fed die Zinsen erhöht und das Wirtschaftswachstum gebremst, um eine zu hohe Inflation zu verhindern. Infolgedessen blieb die Inflation jahrelang unter dem 2%-Ziel der Fed.

Jetzt erlaubt die Fed eine höhere Inflation, wenn dadurch mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.

Jerome Powell, Chef der US-Notenbank, argumentiert, dass etwaige Preiserhöhungen nur vorübergehend sein werden und nicht die gesamte Wirtschaft betreffen werden. In der Zwischenzeit versuchen Ökonomen und Investoren an der Wall Street herauszufinden, welches Maß an Inflation die Fed zu tolerieren bereit ist, bevor sie die Zinsen anhebt. Der Schritt würde die Finanzierung verteuern, was langfristig zu einer Korrektur bei US-Aktien führen würde.

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