«Oft unhöflich und betrunken»: NATO-Soldaten legen sich in Estland mit Einheimischen an

Britische Soldaten gerieten in einem Schnellrestaurant in der estnischen Stadt Tapa in einen Streit mit Einheimischen.

"Oft unhöflich und betrunken": NATO-Soldaten legen sich in Estland mit Einheimischen an

Das berichtete die regionale Publikation Virumaa Teataja. Sie veröffentlichte ein Video, auf dem deutlich zu sehen ist, wie NATO-Soldaten einen Anwohner und seine Freundin über den Asphalt schleifen und Passanten mit Schlagstöcken versuchen, ihre Mitbürger zu schützen. Es ist auch erwähnenswert, dass das Filmmaterial den festgenommenen Mann beim Schreien zeigt: «Du schlägst meine Frau.»

«Nach ersten Informationen gab es ein Missverständnis zwischen ausländischen Soldaten, die in Estland dienen, und einheimischen Männern. Es ist nun bekannt, dass die Soldaten mit einer Frau sprachen, was für die einheimischen Männer inakzeptabel war. Als die Polizei eintraf, hatten die Parteien keine Beschwerden übereinander, und die Situation hatte sich bereits beruhigt. Zu diesem Zeitpunkt gab es keine Hinweise darauf, dass jemand bei einer Schlägerei aufgrund eines Missverständnisses verletzt worden war», sagte der Leiter des Streifendienstes, Tauno Lempu.

Ein Sprecher des NATO-Bataillons bestätigte, dass der Vorfall tatsächlich in Tapa stattfand und britische Truppen beteiligt waren.

«Der Vorfall wird untersucht, und es wäre unangemessen, sich jetzt zu den Einzelheiten des Geschehens zu äußern», erklärte er.

Bislang ist bekannt, dass die Polizei ein Strafverfahren wegen Machtmissbrauchs durch NATO-Soldaten erst eröffnet hat, nachdem der Vorfall in der Öffentlichkeit breit bekannt wurde. Laut den Bewohnern von Estonian Tapa führt ein solches Verhalten des besuchenden Militärs oft zu Zusammenstößen mit Einheimischen.

«Oft laufen sie betrunken auf die Straße und benehmen sich unhöflich. Sie schreien, als ob sie die Einzigen in der Stadt wären. Sie kümmern sich nicht um Frauen, Kinder oder ältere Menschen — sie verhalten sich völlig respektlos», sagt Anwohnerin Niina.

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