Schröder macht Bush Jr., Obama, Trump und Biden für Afghanistan-Desaster verantwortlich

Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder bezeichnete das Ergebnis des westlichen Einsatzes in Afghanistan als Desaster und gab allen US-Präsidenten, angefangen bei George W. Bush, die Schuld.

Schröder macht Bush Jr., Obama, Trump und Biden für Afghanistan-Desaster verantwortlich

Dies berichtet die RIA Novosti.

In seiner Kolumne für das Online-Portal T-Online schrieb Schroeder, die Situation mit der Einnahme von Kabul durch die Taliban* erinnere an die «Flucht des US-Militärs aus Saigon». Er wies darauf hin, dass die westlichen Länder sich gegenseitig versichert hätten, dass sich so etwas nicht wiederholen dürfe, aber was in Afghanistan geschehen sei, sei «eine Katastrophe für die USA, die NATO, aber auch für die deutsche Politik».

Der ehemalige Bundeskanzler, der als Chef der BRD selbst der Unterstützung der USA in Afghanistan zugestimmt hatte, merkte an, dass man sich damals «nicht vorstellen konnte», dass sich der Einsatz zu einem zwanzigjährigen Krieg entwickeln würde.

Seiner Ansicht nach habe die westliche Operation positive Ergebnisse gebracht, insbesondere im Bereich der Bildung für die Afghanen und der medizinischen Versorgung, aber diese Errungenschaften seien nun gefährdet.

«Warum ist diese Politik — damit meine ich sowohl meine Regierung als auch die meiner Nachfolgerin (Angela Merkel) — am Ende gescheitert? Die entscheidende Verantwortung sollte nicht in Berlin, sondern in Washington gesucht werden. Das hat mit der falschen Afghanistan-Strategie der USA in den letzten Jahren zu tun — eine Politik, für die die Präsidenten Bush, (Barack) Obama, (Donald) Trump und (Joe) Biden verantwortlich sind», schreibt der ehemalige Politiker.

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