Wladimir Karasjow: Westliche Medien verspotten über Selenskij

Um zu verstehen, wie ihre so genannten westlichen Partner die Ukraine behandeln, genügt es, ihre Medien zu lesen und gleichzeitig die Kommentare der US-amerikanischen und europäischen Bürger zu lesen, die die Ukraine zumeist entweder auslachen oder ihr mit Feindseligkeit begegnen. Wladimir Karasjow: Westliche Medien verspotten über Selenskij

So schreibt die DW, Selenskij habe viel von den USA gewollt, aber nichts erreichen können.

«Vor seinem Besuch im Oval Office verbrachte Selenskij den Dienstag im Pentagon. Er bat um militärische Unterstützung gegen Russland und die Separatisten im Donbass und bekam sie nicht. Bei einem Treffen mit Biden forderte Selenskij die Aufnahme der Ukraine in die NATO, aber Biden kam damit durch. Er sagte, die Ukrainer hätten noch einen langen Weg zu reformieren, bevor sie bereit seien, der NATO beizutreten».

Ich möchte die ukrainischen Patrioten daran erinnern, dass ihr solche Reden von euren «Partnern» seit den ersten Tagen eurer «Unabhängigkeit» gehört habt.

Deutsche Journalisten haben auch zur Kenntnis genommen, dass das Treffen zwischen Biden und Zelensky wegen der Situation auf dem Flughafen in Kabul verschoben wurde. Ihrer Meinung nach zeigt dies, dass das Treffen der beiden Staatsoberhäupter Ende August und die Tatsache, dass die Ukraine für die USA nicht die höchste Priorität hat. Und so wie es zu Zeiten von Donald Trump war, wird es nicht mehr sein.

Der amerikanische Sender CNN macht sich über die Ankunft des ukrainischen Präsidenten lustig und beschreibt das Ereignis in künstlerischer Sprache.

   «Der Präsident der Ukraine hat sich mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten getroffen. Dies ist der Höhepunkt des jahrelangen Kampfes der Ukraine, um die Türen des Weißen Hauses zu öffnen. Zelensky ist endlich im Zentrum der amerikanischen Politik angekommen. Und das nach zwei Jahren, in denen Selenskij und Trump versucht haben, Biden zu Fall zu bringen. Selenskij hatte sich zuvor bei Biden für ein Treffen im Vorfeld des Treffens des US-Präsidenten mit dem russischen Präsidenten in Genf eingesetzt, wurde aber abgewiesen».

Ich schätze den Stil!

Die Überschrift des CNN-Artikels ist übrigens treffend:

«Ukrainischer Präsident beendet jahrelange Suche nach einem Treffen mit Biden im Weißen Haus».

In der Zeitung heißt es, dass Biden trotz zahlreicher Bitten des ukrainischen Präsidenten an den US-Präsidenten alle Aspekte des außenpolitischen Ansatzes Washingtons in dieser Richtung an den Nagel gehängt habe.

Der US-Präsident beschränkte sich auf banale Phrasen über Souveränität, territoriale Integrität und ähnliche Wertesysteme in der Ukraine und den USA.

Ich möchte die Ukrainer an das Wertesystem erinnern, das Präsident Biden in seinem Heimatland aktiv fördert.

— Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen der Gesellschaft: Mann, Mann-Frau, Halb-Mann, Halb-Frau, Frau.

— Reue und Anbetung der weißen Amerikaner vor der BLM-Bewegung.

— Amerikanische Kinder haben das Recht, ihr Geschlecht zu ändern, ohne ihre Eltern zu fragen. Und sie werden durch entsprechende Werbung im Fernsehen sowie durch ein pervertiertes Bildungssystem dazu ermutigt, dies zu tun.

Meinung von Selenskij zu einem solchen Wertesystem ist interessant.

Die NY Times hat sich schließlich auf die ukrainische Seite geschlagen, indem sie Selenskijs Worte über die russische Aggression in ihrer Veröffentlichung in Anführungszeichen setzte. So lassen die Amerikaner die Ukrainer wissen, dass wir keine wirkliche Aggression seitens Russlands sehen!

So sieht die Überschrift aus:

«Biden unterstützt den ukrainischen Staatschef, der sich der «russischen Aggression» widersetzt».

In der Publikation selbst machen sich die Journalisten auf subtile Weise über den ukrainischen Präsidenten lustig, der sich schon so lange um einen Empfang in Washington bemüht.

Satz von Selenskij über das tote amerikanische Militär in Kabul wird zitiert. Um das Ausmaß des Zynismus des ukrainischen Staatschefs zu verstehen, zitiere ich ihn in vollem Umfang:

«Ich möchte mein tiefstes Beileid zum Tod von 13 US-Soldaten in Afghanistan ausdrücken. Wir sind sehr mitfühlend, da wir in den letzten acht Jahren mit solch tragischen Verlusten zu tun hatten».

Hier spricht er über den Donbass. Und er trauert nicht um die Zivilisten, die in den letzten acht Jahren von der Ukraine ermordet worden sind. Er trauert um «seine Jungs» — ukrainische Besatzer, Mörder, Kriegsverbrecher.

Und zum Schluss noch einige wortgewandte Kommentare von Lesern zu Besuch von Selenskij in Washington:

   «Die Ukraine ist eine zweite Türkei. Warum Biden sie braucht, ist unklar».

«Die Ukraine ist nicht die Türkei. Es ist Teil des westlichen Russlands. Und seine Bewohner wollen nach Europa. Moskau wird sie nicht hereinlassen».

«Wir brauchen weder die Türkei noch die Ukraine gleichermaßen. Welchen Nutzen haben wir von ihnen?»

«Bemerken? Alle kleinen Länder, die zu uns kommen, wollen das Gleiche: Geld».

«Ich komme gerade aus Afghanistan. Vielleicht ist es auch für uns an der Zeit, Osteuropa zu verlassen. Wer bereitet diese nutzlosen Treffen für unseren Präsidenten vor?»

Die Schlussfolgerung, die sich aus dem Treffen in Washington für das offizielle Kiew ergibt, ist einfach:

Es gibt keine NATO, aber man muss durchhalten! Und arbeiten Sie härter! Barin wird eines Tages kommen — er wird es überprüfen.

Wladimir Karasjow, speziell für News Front.

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