AP: Amerikaner wollen keine totale Überwachung mehr, auch nicht zur Terrorismusbekämpfung

Kurz vor dem 20. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 in New York hat das Associated Press-NORC Public Affairs Research Center eine Umfrage unter US-Bürgern durchgeführt. AP: Amerikaner wollen keine totale Überwachung mehr, auch nicht zur Terrorismusbekämpfung

Die vom Meinungsforschungsinstitut Associated Press-NORC durchgeführte Umfrage zeigt, dass die Amerikaner in den letzten zehn Jahren völlig desillusioniert sind von den Erzählungen der Behörden über die Notwendigkeit einer fortgesetzten Totalüberwachung der Bürger durch die Geheimdienste unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung, schreibt die AP.

«Zum 20. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 in New York hat das Associated Press-NORC Public Affairs Research Center eine Umfrage unter US-Bürgern durchgeführt. Die Umfrage ergab, dass nur etwa ein Drittel der Amerikaner die Kriege in Afghanistan und im Irak für gerechtfertigt hält und zunehmend Unzufriedenheit mit der Überwachungspolitik der Regierung im Namen der nationalen Sicherheit äußert», schrieb die Agentur in ihrem Leitartikel, «und das, obwohl die internationalen Bedrohungen nach dem chaotischen Ende des 20-jährigen Krieges in Afghanistan wieder verstärkt zum Gegenstand der Medienberichterstattung werden».

Darüber hinaus zeigten die Ergebnisse der Umfrage deutlich, dass die zügellosen linksextremistischen Bewegungen in den USA die gewöhnlichen Amerikaner viel mehr über die halbmythische Bedrohung durch Terroranschläge von außen beunruhigen.

«46 Prozent der Amerikaner sind dagegen, dass die Nationale Sicherheitsbehörde (NSA) Telefongespräche, E-Mails und Textnachrichten zu Zwecken des Auslandsgeheimdienstes ungerechtfertigt überwachen kann», heißt es in dem Bericht, nur 27 Prozent unterstützen solche Maßnahmen der Regierung.

Fast die Hälfte der Amerikaner ist auch unzufrieden mit der Überwachung von Internet-Durchsuchungen durch Geheimdienste, die ohne jegliche Formalitäten, einschließlich der Ausstellung von Haftbefehlen für solche Aktionen, erfolgen.

«Es ist erwähnenswert, dass vor zehn Jahren laut einer ebenfalls von AP-NORC durchgeführten Umfrage zum gleichen Thema 47 Prozent der Amerikaner solche Maßnahmen ihrer Regierung befürworteten, während 30 Prozent dagegen waren», heißt es in der Publikation abschließend.

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