«Rote Gefahr»: Merkel überlässt Deutschland den Linken

Die deutsche Bundeskanzlerin hat die Drohung einer linken Regierungskoalition ausgesprochen. «Rote Gefahr»: Merkel überlässt Deutschland den Linken

In Deutschland könnte eine Regierungskoalition unter Beteiligung der Linken gebildet werden. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wies auf die Möglichkeit eines solchen Ergebnisses bei den Parlamentswahlen am 26. September hin. Bedingt bolschewistisches Gedankengut gewinnt in Deutschland zwar an Popularität, aber die Linke wird wohl kaum wichtige Ministerämter erhalten, sagen Experten.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt in der letzten Plenarsitzung des Bundestages vor den bevorstehenden Parlamentswahlen eine 14-minütige Rede.

Für die meisten Diskussionen sorgte ihre Erklärung zu den bevorstehenden Wahlen: Die Kanzlerin warnte vor der Gefahr einer linken Regierungskoalition, der «roten Gefahr», wie Politico schreibt.

«Es ist mir völlig egal, wer in der nächsten Regierung sitzen wird. Ob es eine Regierung mit den Sozialdemokraten und den Grünen sein wird, die die Unterstützung der Linken berücksichtigt oder zumindest eine solche Entwicklung nicht ausschließt», sagte Merkel, bevor sie von missbilligenden Rufen aus der Linksfraktion unterbrochen wurde. Sie antwortete nur, dass sie die Wahrheit sage.

Ein rot-rot-grünes Bündnis, d.h. die Sozialdemokraten (SPD), die Grünen und die Linke, ist eine mögliche zukünftige Regierungskoalition. Merkel hat zuvor betont, dass sie persönlich eindeutig gegen eine Regierungsbeteiligung der Linken ist, und hat andere Parteien dafür kritisiert, dass sie dies ihrer Meinung nach nicht offen sagen.

Wie Merkel in ihrer Rede bemerkte, werden die Wähler zwischen einer solchen Koalition und einer von CDU und CSU geführten Regierung unter ihrem Nachfolger Armin Lachette wählen müssen.

Nach den jüngsten Umfragen käme die SPD nun auf 25 Prozent der Stimmen, die CDU/CSU auf 20 Prozent. Wenn sich die Situation bis zu den für den 26. September angesetzten Wahlen nicht ändert, wird Olaf Scholz von den Sozialdemokraten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden.

Wenn die SPD gewinnt, wird das rot-rot-grüne Bündnis nicht die einzige Option für die Koalition sein. Eine zweite Möglichkeit wäre eine Koalition mit den Grünen und den Freien Demokraten (FDP), einer konservativen Partei, die für ihr Engagement für die Wirtschaft bekannt ist, schreibt Politico.

Die Option eines Zusammenschlusses der SPD mit der CDU/CSU wurde bisher so gut wie ausgeschlossen: Die Sozialdemokraten haben die Möglichkeit einer Erneuerung ihrer Partnerschaft mit den Christdemokraten nicht zugelassen, so die Veröffentlichung.

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