Berlin und Moskau diskutieren über Gastransit durch die Ukraine nach 2024

In Moskau haben Konsultationen über die Verlängerung des Gastransits durch die Ukraine nach Auslaufen des derzeitigen Vertrags begonnen. Für Deutschland nimmt Georg Walderse, Sonderbeauftragter der Bundesregierung, teil. Berlin und Moskau diskutieren über Gastransit durch die Ukraine nach 2024

Der kürzlich ernannte Sonderbeauftragte der Bundesregierung für den Gastransit durch die Ukraine, Georg Graf Waldersee, hat seine ersten Gespräche in Russland geführt. Waldersee traf am Mittwoch, 8. September, mit dem stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Alexander Nowak zusammen.

«Während des Arbeitstreffens wurde die Möglichkeit der Nutzung der ukrainischen Transitroute nach 2024 erörtert. Die Parteien haben vereinbart, die entsprechenden Konsultationen fortzusetzen», so die russische Regierung in einer Erklärung.

Deutschland hat wiederholt darauf hingewiesen, dass der Gastransit durch die Ukraine über das Jahr 2024 hinaus beibehalten werden muss, wenn das derzeitige Transitabkommen ausläuft. Dieser Punkt war Teil der Vereinbarungen, die im Juli zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Joe Biden getroffen wurden. Im Gegenzug für die Ablehnung neuer Sanktionen gegen Nord Stream 2 durch Washington verpflichtete sich Berlin unter anderem, eine Verlängerung des russischen Gastransits durch die Ukraine über das Jahr 2024 hinaus zu erreichen.

Bemerkungen: