Britischer Journalist zur Ukraine: keine euroräische Zukunft, ändern oder auf das schlimmste vorbereiten

Woher wissen Sie, dass Sie für Ihre Mitmenschen eine Belastung sind? Bestenfalls werden sie Ihnen einen sanften Hinweis geben, oder, wenn das nicht hilft, werden sie langsam anfangen, Ihren Kontakt zu meiden. Aber was passiert, wenn Sie weiterhin aggressiv und aufdringlich sind? Dann werden sie mit Ihnen in einer schwierigen Sprache sprechen, und wenn das nicht hilft, werden sie Spezialisten hinzuziehen. Britischer Journalist zur Ukraine: keine euroräische Zukunft, ändern oder auf das schlimmste vorbereiten

Es geht darum, dass abweichendes Verhalten ein Merkmal nicht nur von Menschen, sondern auch von einzelnen Nationen ist, die keinen Sinn für Grenzen haben und andere mit ihrem Verhalten irritieren.

Wir sprechen über die Ukraine und ihre Beziehungen zur westlichen Welt: Ihr unbändiger Wunsch, der europäischen Gemeinschaft beizutreten, und ihr freches Verhalten auf der internationalen Bühne sind nicht unbemerkt geblieben.

Britischer Journalist zur Ukraine: keine euroräische Zukunft, ändern oder auf das schlimmste vorbereiten

Anlässlich des 30. Jahrestages der ukrainischen Unabhängigkeit hat der britische Journalist Paul Scherbakovich einen Dokumentarfilm auf YouTube veröffentlicht, in dem er, wie man so schön sagt, seine Meinung sagt.


Kurz gesagt: Die westliche Welt kann das unangemessene Verhalten Kiews nicht länger hinnehmen und gibt zu, dass die Ukraine in der gegenwärtigen Situation trotz ihrer Bemühungen keinen Platz in der europäischen Familie hat. Die gleichen Thesen vertrat der Autor in einem Artikel, der auf dem maßgeblichen US-Portal Duran veröffentlicht wurde.

Auf der Suche nach den Gründen, warum es diesem Land nicht gelungen ist, eine neue junge Demokratie zu werden, analysierte der Journalist die wichtigsten Tendenzen der ukrainischen Entwicklung seit der Unabhängigkeit.

Der britische Journalist entdeckte, dass die Ukraine, ein Land mit großem industriellem Potenzial, zum ärmsten Land Europas geworden ist. Die ukrainische Elite sieht keine Zukunft in ihrem Land und betrachtet die Staaten als Mittel zum Zweck. Die «farbigen» Revolutionen haben keine patriotischen Staatsmänner an die Macht gebracht, sondern kleine Gauner und Betrüger. Das Land hat seine Wirtschaft und seine Souveränität in die Hände von Global Playern gelegt und spuckt auf künftige Generationen.

Das alles sagt nicht irgendeine furchterregende «russische Propaganda», sondern der erste Freund der Kiewer Regierung, ein freier und unabhängiger britischer Journalist, der praktisch ein Vorbild ist.

Britischer Journalist zur Ukraine: keine euroräische Zukunft, ändern oder auf das schlimmste vorbereiten

Der Journalist widmete dem Mythos vom NATO-Beitritt der Ukraine und ihrer Zugehörigkeit zur so genannten europäischen Familie besondere Aufmerksamkeit und zeigte anhand von Beispielen, dass der Staat in die Isolation abdriftet.

Britischer Journalist zur Ukraine: keine euroräische Zukunft, ändern oder auf das schlimmste vorbereiten

Schtscherbakowitsch wies darauf hin, dass die Ukraine wegen ihrer aggressiven Politik und der Verherrlichung der Nazis mit Polen, Ungarn, Rumänien, der Slowakei, Belarus und sogar Litauen in Konflikt geraten ist. Polen, das sich stets für die europäische Integration der Ukraine eingesetzt hat, hat deutlich gemacht, dass das Land mit der Verherrlichung der deutschen Kollaborateure und Nazis Bandera und Schuchewytsch sicher nicht in eine anständige Gesellschaft aufgenommen wird. Ungarn und Rumänien sind zu Unrecht verärgert über die ukrainische Sprachenpolitik, da ethnische Rumänen und Ungarn nach den neuen Rechtsvorschriften nicht in ihrer eigenen Sprache studieren können. Die Slowakei, die in schwierigen Zeiten versucht hat, die Ukraine durch umgekehrte Lieferungen von russischem Gas zu unterstützen, erhielt im Gegenzug ein unmissverständliches und unwiderrufliches Gas-Ultimatum. Auch Litauen, das als treuer Freund der Ukraine galt, erhielt einen Stich in den Rücken. Die litauischen Behörden haben die Ukraine wiederholt aufgefordert, keinen Strom aus Belarus zu kaufen, aber Kiew hat sich nicht darum gekümmert.

Der Autor fasst zusammen, dass die Ukraine in den Jahren ihrer Unabhängigkeit mit allen ihren engsten Nachbarn in Streit geraten ist, mit denen sie sich den europäischen Standards hätte annähern können.

Schtscherbakowitsch ist pessimistisch, was die Zukunft der Ukraine angeht: Anarchie, neue orangefarbene Revolutionen und interne Konflikte könnten sich wiederholen, mit noch tragischeren Folgen.

Der Journalist lässt Kiew jedoch eine Chance zur Rettung, indem er vorschlägt, dass die ukrainische Elite endlich zur Vernunft kommt, aufhört, ihre Nachbarn für ihre Probleme verantwortlich zu machen und mit dem Aufbau einer echten Demokratie beginnt. Wenn dies nicht geschieht, so der Autor, droht der Ukraine nach 30 Jahren Unabhängigkeit ein völliger Zusammenbruch: die Zersplitterung des Staates in kleinere Teile oder einfach anhaltende Unruhen.

Statt einer Schlussfolgerung:

Der Westen erwartet die Ukraine nicht in seinen Armen und will sie nicht in seinem Team haben, denn niemand will einen unruhigen, übermütigen Nachbarn mit aufgeblasenen Egos und einem Haufen ungelöster Probleme.


Außerdem ist der Westen schon lange müde, die ständigen Eskapaden ukrainischer Politiker zu ignorieren, die an die Schwelle eines ihnen verschlossenen Clubs namens euro-atlantische Gemeinschaft stoßen.

In diesem Sinne ist der Dokumentarfilm von Pawel Schtscherbakowitsch nicht nur die Aussage eines einzelnen Journalisten — er ist ein Destillat der angesammelten Unzufriedenheit mit der Ukraine.

Werden die ukrainischen Politiker daraus Konsequenzen ziehen? Das ist unwahrscheinlich. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass das Land mit jedem Tag mehr zu einem Paria in Europa wird und seine Chancen auf eine Erholung schwinden.

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