Polnische PGNiG erhält das Recht zur Teilnahme an der Nord Stream 2-Betreiberzertifizierung

Das staatliche polnische Öl- und Gasunternehmen PGNiG hat von der deutschen Bundesnetzagentur das Recht erhalten, am Zertifizierungsverfahren für den Betreiber von Nord Stream 2 teilzunehmen. Nach Ansicht der PGNiG erfüllt der Betreiber der Nord Stream 2 AG die Anforderungen nicht.Polnische PGNiG erhält das Recht zur Teilnahme an der Nord Stream 2-Betreiberzertifizierung

In einer Erklärung des polnischen Regierungschefs Pawel Majewski heißt es, dass der von der Nord Stream 2 AG eingereichte Antrag auf «Zertifizierung nach dem ITO-Modell» zeige, dass das Schweizer Unternehmen weiterhin regulatorische Privilegien anstrebe.

«Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens werden wir uns dafür einsetzen, dass der Eigentümer von Nord Stream 2 die Anforderungen an die eigentumsrechtliche Entflechtung, den Zugang Dritter und transparente Tarife, die den Wert der gesamten Pipeline berücksichtigen, nicht umgehen kann», wurde er von der Pressestelle des Unternehmens zitiert.

PGNiG beabsichtigt außerdem zu argumentieren, dass die Nord Stream 2 AG «in Form und Inhalt nicht den Anforderungen an einen Pipelinebetreiber entspricht».

Dies betrifft insbesondere die «Versorgungssicherheit und die Unternehmensstruktur», so Majewski.

Nord Stream 2 wurde am Morgen des 10. September vollständig fertiggestellt. Die Bundesnetzagentur hat inzwischen die Zertifizierung von Nord Stream 2 als unabhängiger Erdgastransportbetreiber erhalten.

Die Nord Stream 2 AG erklärte, die Pipeline werde alle Bedingungen und technischen Standards erfüllen.

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